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Von einer Beeinträchtigung im Rechnen (Dyskalkulie) sind ähnlich viele Kinder betroffen wie von einer Lese- und Rechtschreibstörung, jeweils etwa 4 bis 8 Prozent. Das bedeutet, dass in einer Grundschulklasse von 25 Kindern im Durchschnitt etwa ein bis zwei Kinder von einer Dyskalkulie betroffen sind.
Diese Kinder haben zumeist große Schwierigkeiten bei grundlegenden Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Häufig bleiben sie auf dem Stadium des Mit-den-Fingern-Rechnens stehen.
Die internationale Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation) beschreibt diese Störung wie folgt:
„Diese Störung beinhaltet eine Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten ...“
Eine Rechenstörung hat also nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun. Eine Dyskalkulie liegt immer dann vor, wenn die Rechenleistung deutlich geringer ist, als es auf Grund der Intelligenz des Kindes zu erwarten wäre. Auch Hochbegabte können somit eine derartige Teilleistungsstörung haben.
Eine Reihe von Symptome, bei deren Vorliegen Eltern auf eine eventuell vorhandene Dyskalkulie bei ihrem Kind schließen können, sind in der Check-Liste für Eltern beschrieben.
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